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Bulgarien – neuer Standort für Rechenzentren in Europa

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Übersicht

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Die strategische geografische Lage, die stabile Energieinfrastruktur und die wettbewerbsfähigen Preise machen Bulgarien zu einem zunehmend attraktiven Standort für den Bau von Rechenzentren (Datacenters) in der Region Mittel- und Osteuropa.

 

Warum Bulgarien?

 

Das Land liegt im Herzen der EMEA-Region, mit niedriger Latenz zu den wichtigsten Märkten und starker Anbindung an europäische und globale Knotenpunkte. Durch das Staatsgebiet verlaufen zudem neue strategische Glasfasertrassen, die Asien und den Nahen Osten mit Europa verbinden – darunter die Digital Silk Route (das erste Unterseekabel durch das Kaspische Meer) und das Projekt Vodafone Kardesa für eine neue Verbindung durch das Schwarze Meer nach Georgien. Angesichts wachsender Risiken für die Trassen durch den Suezkanal etabliert sich Bulgarien zunehmend auch als alternativer Korridor für die Anbindung an den Nahen Osten.

 

Energiebasis mit realer Kapazität

 

Bulgarien verfügt über eine installierte Gesamtleistung von 16.000 MW, verteilt auf Kernenergie, Kohle, Wasserkraft und erneuerbare Energien. Konkrete Standorte in der Nähe von 400-kV-Übertragungsleitungen wurden identifiziert, mit einer Gesamtkapazität für neue Rechenzentren von über 3.000 MW – darunter Stolnik, Kremikovtsi und Burgas (Marktreife in 1-2 Jahren), Maritsa Ost 3 (1-3 Jahre) sowie Maritsa Ost 1 und 2 (3-5 Jahre). Zudem ist eine Erweiterung des Kernkraftwerks Kosloduj um zwei neue Reaktoren geplant.

 

Wettbewerbsvorteile

 

  • Niedrigere Energiekosten im Vergleich zu Westeuropa
  • Zugang zu Dark Fiber und Leasing-Kapazitäten mehrerer Betreiber zu günstigeren Errichtungskosten
  • Staatliche Anreize für Investitionen in technologische Infrastruktur
  • EU-Förderung über den Territorialen Plan für einen gerechten Übergang für Regionen im Energiewandel

Die Entwicklung dieses Sektors reiht sich in den breiteren Trend ein, Bulgarien als attraktiven Investitionsstandort für Hightech- und Infrastrukturprojekte zu positionieren – ein Thema, das auch im Fokus aktueller Initiativen bulgarischer Institutionen zur Anwerbung ausländischer Investoren steht.

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