Pressemitteilung

Vorstellung der Publikation "Wirtschaft und Umweltschutz in Bulgarien"

15.02.2022

Am 15.02.2022 veranstalteten die Deutsch-Bulgarische Industrie- und Handelskammer (DBIHK) und die Konrad-Adenauer-Stiftung, Bulgarien eine Online-Präsentation der Publikation „Wirtschaft und Umweltschutz''. Die Publikation ist dreisprachig (deutsch, bulgarisch und englisch) und in digitaler sowie gedruckter Form erhältlich.

Die Veranstaltung wurde von Dr. Mitko Vassilev, Hauptgeschäftsführer der DBIHK, mit den Worten, dass der Umweltschutz für viele Länder der Welt ein zentrales Thema sei, eröffnet. Eine gesunde Umwelt und ein schonender Umgang mit den Ressourcen sind Voraussetzungen für eine langfristige wirtschaftliche und soziale Entwicklung, so Dr. Vassilev. In diesem Zusammenhang betonte er, dass die Zukunft der Welt in der Kreislaufwirtschaft liegt. Ziel der Publikation sei es, alle Akteure in Deutschland und Bulgarien über aktuelle Entwicklungen auf europäischer und nationaler Ebene zum Thema Umweltschutz zu informieren.

Thorsten Geissler, Leiter des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bulgarien, teilte mit, dass die Europäische Union das ehrgeizige Umweltziel verfolgt, bis 2050 vollständige Klimaneutralität zu erreichen. „Die Studie zeigt anhand zahlreicher Beispiele auf, dass verstärkter Umwelt- und insbesondere Klimaschutz Innovationsimpulse auslösen, die Wirtschaftswachstum und moderne Arbeitsplätze generieren, gleichzeitig wird die Wettbewerbsfähigkeit erhöht“, sagte Herr Geissler. Auch für Bulgarien bringen die Klimaaschutzmaßnahmen und der Green Deal der Europäischen Union große Chancen mit sich. Es gilt, durch den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen ein Wirtschaftswachstum zu erzeugen, dass die Lebensqualität der Menschen erhöht, fügte er hinzu.

Geißler würdigte die Umweltschutzprogramme vieler bulgarischer Städte, insbesondere das Programm „Grünes Sofia", das Umweltinvestititonen in Höhe von 840 Millionen € vorsieht: „Mit diesen Programmen setzten bulgarische Städte auch auf europäischer Ebene Maßstäbe", meinte er.

Lilia Goranova, Business Unit Manager bei SeeNews, die die Fachstudie erstellt haben, fasste noch einmal den Zweck der Veröffentlichung zusammen und konzentrierte sich auf die Darstellung einiger Schlüsselfakten und -trends. Sie untersucht die Beziehung zwischen Wirtschaft und Umwelt und ob und wie Umweltschutz und Wirtschaftswachstum nebeneinander bestehen können, insbesondere angesichts der derzeitigen institutionellen Konzentration auf eine umweltfreundliche Politik. Das Land, auf das sich die Veröffentlichung konzentriert, ist Bulgarien, sagte sie..

Die bulgarische Wirtschaft ist durch anhaltende strukturelle Probleme gekennzeichnet, und die unklaren Signale, die das Land in Bezug auf die Energiewende aussendet, setzen es einem erhöhten Risiko aus, in Bezug auf das Wirtschaftswachstum weiter zurückzufallen, betonte sie.

Nach Angaben der Europäischen Kommission (EK) gehört Bulgarien zu den wichtigsten Erzeugern von Kadmium, Kupfer, Mangan, Kieselerde, Silber und Tellur. Nach Angaben der EK wird die Nachfrage nach all diesen Materialien bis 2030 um das 5- bis 10-fache und bis 2050 um das 40-fache für jedes der verschiedenen Segmente der erneuerbaren Energien steigen. Das bedeutet, dass Bulgarien in der EU-Lieferkette sehr gut positioniert ist, fügte sie hinzu.

Eine sichere Rückkehr ins Büro mit Siemens-Technologie und umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen durch LAM'ON-Innovation werden in der Publikation als Best Practices für neue Technologien und Innovationen vorgestellt.

Gergana Stancheva, CEO von LAM'ON, sagte, dass sie biologisch abbaubare Folien für Druck und Verpackung herstellen und damit zu den umweltfreundlicheren Produkten auf dem Markt gehören. Die Produktion des Unternehmens in Bulgarien solle ausgebaut und neue Arbeitsplätze geschaffen werden, fügte sie hinzu.

Die Veranstaltung endete mit einer offenen Diskussion.

Die vollständige Veröffentlichung finden Sie hier: