Staatsminister a.D., Erwin Huber, Mitglied des Bayerischen Landtags, sprach bei dem Bayerischen Abend gestern in Sofia

„Wir setzen eine große Hoffnung auf die politische Stabilität und die wirtschaftliche Entwicklung von Bulgarien“, so Huber

Über 100 Vertreter von DBIHK-Mitgliedsunternehmen kamen gestern zum Bayerischen Abend, der von der DBIHK und der Bayerischen Repräsentanz in Bulgarien in Residential Park Sofia organisiert wurde. Ehrengast der Veranstaltung war der bulgarische Präsident Rossen Plewneliew. Residential Park Sofia sei ein klarer Beweis, was die bayerisch-bulgarische Zusammenarbeit leisten kann, so das Staatsoberhaupt: „Gemeinsam können wir mehr schaffen, für Bulgarien und für Europa.“

Unter den Teilnehmern waren der Deutsche Botschafter in Bulgarien S.E. Detlef Lingemann, der DBIHK-Präsident Tim Kurth und der DBIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Mitko Vassilev. Staatsminister a.D., Erwin Huber, Mitglied des Bayerischen Landtags, bedankte sich bei den Unternehmen, die seit Jahren die Partnerschaft zwischen Deutschland und Bulgarien prägen: „Sie sind die Stütze der Marktwirtschaft und ich mochte sie ermuntern, weiterhin hier zu investieren.“

In wirtschaftlicher Hinsicht ist Bayern nach Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg das drittwichtigste Bundesland für Bulgarien. Der Warenaustausch zwischen Bulgarien und Bayern macht etwa 15 Prozent des Außenhandelsvolumens zwischen Bulgarien und Deutschland aus. Der Handelsumsatz zwischen Bulgarien und dem wirtschaftsstärksten Bundesland erreichte 2015 917 Mio. Euro und somit einen neuen Höchstwert.

Große Unternehmen seien sehr wichtig für die globale Marktwirtschaft, so Huber in seiner Rede gestern. Etwa 80 Prozent der Menschen in Bayern seien bei mittelständischen Unternehmen beschäftigt. Man brauche einen innovativen Mittelstand. Das Mitglied des Bayerischen Landtags ging auf die duale Berufsausbildung als eine der Quellen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ein. „Die Politik soll die Weichenstellungen vornehmen, z.B. die Investition in Technologie, in den Ausbau von Straßen, Flughäfen, aber auch in Sicherheit und Energieversorgung. Der entscheidende Sprung ist aber der Leistungswille der Menschen. Die eigene Arbeit und Leistung ist die Quelle vom Wohlstand“, so Huber, der zurzeit den Vorsitz des Ausschusses für Wirtschaft und Medien, Infrastruktur, Bau und Verkehr, Energie und Technologie des Bayerischen Landtags innehat.

Georgi Ranchev, Geschäftsführer von Lindner Immobilien Management, erinnerte, wie vor knapp einem Jahrzehnt den Startschuss fürs Projekt Residential Park Sofia gegeben wurde. 2007 machte Erwin Huber, damals Wirtschaftsminister Bayerns, den ersten Spatenstich von der Wohnanlage, die heute zu den größten bayerischen Investitionen in Bulgarien zählt.

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