Neue vereinfachte Politik der Finanzaufsichtskommission zur Investitionsförderung durch den Kapitalmarkt

Der Fachausschuss “Wirtschaftsentwicklung” der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer (DBIHK) hatte für den 3. Oktober 2018 ein Arbeitsfrühstück mit Frau Karina Karaivanova, Vorsitzende der Finanzaufsichtskommission, organisiert. Über 30 Firmen nahmen an der Veranstaltung teil. Ziel war es, die Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung für Unternehmen durch die neue vereinfachte Politik der Kommission zur Unterstützung von Investitionen über den Kapitalmarkt zu fördern.

"Die DBIHK und die Finanzaufsichtskommission haben ein gemeinsames Interesse an gut laufenden Investitionen, die in einer berechenbaren Umgebung stattfinden, die Arbeitsplätze schaffen und die Arbeitslosigkeit in Bulgarien bekämpfen", sagte Dr. Mitko Vassilev, Hauptgeschäftsführer der DBIHK.

Frau Karaivanova sagte, die Finanzaufsichtskommission werde mit den Unternehmen in deren Rollen Emittent und als Kapitalmarktinvestor arbeiten.

„Wir glauben, dass die Entwicklung des Kapitalmarktes in Bulgarien sehr wichtig ist. Der Kapitalmarkt hat ein großes Potenzial und kann zur wirtschaftlichen Entwicklung des Landes beitragen“, fügte sie hinzu.

Die Firmen in Bulgarien sind daran gewöhnt, sich über Banken zu finanzieren. Der Nichtbanken-Finanzsektor sei auch eine Möglichkeit zur Mittelbeschaffung für die bulgarische Wirtschaft, so die Vorsitzende der Kommission.

Im Rahmen des vor zwei Jahren gegründeten Rates für Entwicklung des bulgarischen Kapitalmarktes wurde eine detaillierte Analyse der Situation durchgeführt. Die Analyse zeigte, dass die regulatorischen Rahmenbedingungen verbessert werden müssen, damit die identifizierten Markthindernisse beseitigt werden. So könnten die Emittenten des Kapitalmarktes durch verschiedene Finanzinstrumente problemlos Kapital aufnehmen. Anderseits sollen die Investoren Interesse haben, ihre Finanzmittel in diese Finanzinstrumente zu investieren, sagte Karaivanova. In diesem Zusammenhang wurde das Gesetz über das öffentliche Angebot von Wertpapieren unter Berücksichtigung der Ansichten von Interessengruppen, Institutionen und der akademischen Gemeinschaft? geändert. Durch diese Änderungen wurde den kleinen und mittleren Unternehmen die Möglichkeit zur Kapitalbeschaffung gegeben. Das entspricht der Anstrengung auf europäischer Ebene - kleine und mittlere Unternehmen maximal unterstützt zu werden, sagte Karaivanova. Eine wichtige Initiative, da die Mehrheit der Unternehmen in Bulgarien in die Kategorie der kleinen und mittleren Unternehmen fällt, und viele Schwierigkeiten bei der Finanzierung durch Banken haben, erklärte sie. Das Hauptziel besteht darin, einen transparenten Markt zu schaffen, den Anlegerschutz zu verbessern und den Verwaltungsaufwand seitens der Kommission zu verringern.

Neben den gesetzlichen Änderungen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen wurden auch administrative Entlastungen eingeführt.

In der Diskussion wurde der Schwerpunkt auf die Verbreitung der Informationen über die Förderung von Investitionen gelegt Dadurch können Start-ups auch eine Finanzunterstützung erhalten.

 

 

 

 

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