Minister Rossen Jeliazkov traf sich mit Vertretern der deutschen und österreichischen Wirtschaft

Am 18. März 2019 fand im Grand Hotel Sofia ein Arbeitsfrühstück mit dem Minister für Transport, Informationstechnologien und Fernmeldungen Herrn Rossen Jeliazkov statt. Die Veranstaltung wurde vom Fachausschuss „Transport, Logistik und Infrastruktur“ der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer (DBIHK) und Advantage Austria initiiert. Mehr als 80 Vertreter der deutschen und österreichischen Wirtschaft diskutierten wichtige Infrastrukturprojekte und aktuelle Fragen im Transportbereich.

„Handels- und Wirtschaftsbeziehungen Bulgariens mit Deutschland und Österreich sind im Aufschwung“, sagte Herr Dr. Vassilev, Hauptgeschäftsführer der DBIHK bei der Eröffnung der Veranstaltung. „Unsere Erwartungen an dieses Treffen sind: die aktuellsten Informationen zu wichtigen Verkehrs-, Kommunikations- und Infrastrukturprojekten zu erhalten, zweitens einen offenen und konstruktiven Dialog und drittens: neue Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zu erkennen“, fügte er hinzu.

I.E. Andrea Wicke, Botschafterin von Österreich in Bulgarien, stellte fest, dass man in vielen Bereichen, vor allem in der Infrastruktur, Fortschritt bemerken kann. Sie wies darauf hin, dass österreichische Unternehmen an wichtigen Infrastrukturprojekten in Bulgarien wie z. B. am Straßen- und Schienenbausowie am Bau des neuen Flughafenterminals beteiligt seien.

Minister Jeliazkov präsentierte einen Überblick über die wichtigsten Politiken des Ministeriums im Bereich Transport und Infrastruktur - effiziente Instandhaltung, Modernisierung und Entwicklung der Infrastruktur, Verbesserung des Managements der Verkehrssysteme und der Entwicklung des intermodalen Verkehrs. Er stellte fest, dass der Zusammenhang zwischen Verkehr, Ökologie und Digitalisierung für den nächsten Programmplanungszeitraum äußerst wichtig ist. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs und eine Verbesserung der Energieeffizienz zu erreichen.

„Alle Projekte, die wir realisierenstehen in direktem Zusammenhang mit der Entwicklung des transeuropäischen Verkehrsnetzes ", sagte Minister Jeliazkov und erklärte, dass zwei der neun Korridore des transeuropäischen Hauptverkehrsnetzes Bulgarien durchlaufen.

Im Bereich des Schienenverkehrs wies er darauf hin, dass es Projekte zur Rehabilitation, Modernisierung und zum Bau von Bahnstrecken und Schlüsselbahnhöfen gibt. Bis 2025 sollte die Eisenbahnverbindung zwischen Bulgarien und Nordmazedonien gebaut werden.

Die Fertigstellung der Autobahn Struma, der Bau von Strecken der Autobahn Hemus, der Bau von Kalotina einer Autobahn in Richtung Russe-Veliko Tarnovo und der Schnellstraße Mezdra-Botevgrad sowie die Vorbereitung eines Schnellstraßenprojektes Vidin-Montana-Vratsa sind vorgesehen.

„Im Bereich Luft- und Wassertransport sieht das Regierungsprogramm öffentlich-private Partnerschaften vor“, sagte der Minister und wies darauf hin, dass ein Verfahren zur Erteilung von Konzessionen für die Flughäfen Plovdiv und Balchik sowie für Hafenterminals eingeleitet wird.

Während der Diskussionsrunde wurden Fragen zur Einführung und Funktion des Mautsystems gestellt, das eine Herausforderung für die Wirtschaft ist. Die Transparenz der Ausschreibungsverfahren wurde ebenfalls besprochen. „Wir unternehmen große Anstrengungen, um ein günstiges Umfeld zu schaffen und alle möglichen Manipulationen bei den Ausschreibungsverfahren auszuschließen", sagte Jeliazkov und betont, dass Feedback und Signale von größter Bedeutung sind.

Es wurde klar, dass man eine bessere Wettbewerbsfähigkeit der kombinierten Verkehrsnutzung erreichen möchte. Auf die Frage nach dem Ursprung der im Bauwesen verwendeten Materialien wurde deutlich, dass die meisten in der Bahn-Struktur verwendeten Materialien aus EU-Ländern sind. Die ausdrückliche Verpflichtung jedes Materiallieferanten ist jedoch, dass sie alle technischen Interoperabilitätsstandards der EU erfüllen.

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