Arbeitsfrühstück mit Wirtschaftsminister Karanikolov

Deutsche Unternehmen investierten im Jahr 2017 130 Millionen Euro in Bulgarien. Der Handelaustausch zwischen den beiden Ländern ist stark gestiegen - erstmals über 7 Milliarden Euro. Dies wurde bei einem Treffen der Vertreter der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer mit dem Wirtschaftsminister Emil Karanikolov deutlich.

Das Business-Frühstück fand am 23.04.2018 im Konferenzsaal der DBIHK statt. Teilgenommen haben der DBIHK-Präsident Tim Kurth, der DBIHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Mitko Vassilev, sowie Vertreter führender deutscher Investoren in Bulgarien, die Kammermitglieder sind.

„Deutschland ist ein strategischer Handelspartner für Bulgarien“, sagte Minister Karanikolov und hob den Rekordhandelsumsatz zwischen den beiden Ländern im vergangenen Jahr (7,51 Milliarden Euro) hervor. „Es besteht Potenzial natürlich für noch bessere Parameter", sagte Karanikolov.

Zwei Themen waren im Fokus des Treffens - der Verwaltungsaufwand und der Mangel an qualifizierten Fachkräften. Weiter diskutiert wurden auch die Änderungen im Kontext der Entwicklung der neuen Technologien, die schlechte Infrastruktur, Zoll-Probleme, die Bekämpfung der Schattenwirtschaft, die duale Berufsausbildung und einzelne Initiativen von den Unternehmen.

Laut dem Minister werden Anstrengungen gemacht, um die Regulierungssysteme für den privaten Sektor zu reduzieren. Ziel ist es, diese zu minimieren und die EU-Rechtsvorschriften einzuhalten. Im Wirtschaftsministerium wird eine Plattform für die elektronische Service-Bereitstellung eingeführt. Diese wird mit 15 Verwaltungsdiensten starten, die nur elektronisch zur Vefügung gestellt werden.

In Bezug auf das Problem mit der Fachkräftesicherung, das weltweit ein großes Thema für die Arbeitgeber ist, sagte Karanikolov, dass schon Maßnahmen getroffen seien, wie z.B. die erleichterten Visum- und Blue-Card-Ausgabeverfahren. Zwischenstaatliche Abkommen sind auch abgeschlossen, so dass Fachkräfte aus Armenien, der Ukraine und Moldawien leichter importiert werden können.

Die Mitglieder der Kammer betonten die Bedeutung der dualen Berufsausbildung, die sie auch auf die Studenten anwenden wollen. Minister Karanikolov erklärte, dass das Hauptproblem bei dieser Form der Bildung das mangelnde Interesse sei, das sich aus der unzureichenden Informiertheit der Schüler und Eltern ergibt. Daher wird am 24. Mai dieses Jahres ein Programm zur Förderung der dualen Berufsausbildung in Bulgarien starten, woran sich Minister und Bürgermeister bestimmter Regionen beteiligen werden. „Wir wollen Zentren für Umschulung und duale Ausbildung in den Industriezonen eröffen, die den Bedürfnissen der Unternehmen entsprechen", sagte Karanikolov. Nach seinen Worten werden die Förderung der dualen Ausbildung und die Umschulung der Mitarbeiter sowie die breitere Informationskampagne über die Vorteile dieser Ausbildung zur Schaffung hochqualifizierter Fachkräfte für Unternehmen führen.

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