Networking-Veranstaltung zum Thema „Industrietrends in Region Plovdiv“

29.03.17

Plovdiv bewährt sich als bevorzugter Standort für ausländische und inländische Industrie

Eine Networking-Veranstaltung zum Thema „Industrietrends in Region Plovdiv“ fand in Plovdiv am 23. März 2017 statt. Die Veranstaltung wurde von der Deutsch-Bulgarischen Industrie- und Handelskammer zusammen mit dem freundlichen Gastgeber und DBIHK-Mitglied Galaxy Investment Group organisiert.

Ziel der Veranstaltung war es, Vertreter der Wirtschaft aus Bulgarien mit den Vorteilen von Plovdiv und der Region als bevorzugter Standort für die industriellen Investoren bekannt zu machen. Diskutiert wurden die Schwierigkeiten und die Herausforderungen für die Industrieproduktion, aber auch die Vorteile und die positiven Seiten, die die Unternehmen nach dem Aufbau oder Erweiterung ihrer Produktionsstandorte gerade in Plovidv erreichen. 

An der Veranstaltung und am anschliessenden Cocktailempfang beteiligten sich rund 120 Vertreter von DBIHK-Mitgliedsfirmen.

Das Treffen wurde von Herrn Dr. Mitko Vassilev, Hauptgeschäftsführer der DBIHK, Frau Dr. Mariana Tcholakova, DBIHK-Repräsentantin in Plovdiv, dem stellvertretenden Bürgermeister von Plovdiv Herrn Stefan Stoyanov und von Martin Dragoev – Leiter „Vertrieb und Investitionen“ in Galaxy Investment Group eröffnet. Moderatorin der Diskussion war Frau Lidiya Shouleva – Vorsitzende des DBIHK–Fachausschusses Industrie.

Stefan Stoyanov erläuterte, dass die Hälfte der lokalen Wirtschaft gerade in der Industrieproduktion konzentriert ist. Ein großer Teil der Plovdiver Industrie gehört zum Megaprojekt „Trakia Wirtschaftszone“ - TIZ, an dem sich neuen Gemeinden, sechs Industriezonen und zwei Clusters beteiligen. Er bestätigte, dass die Industriezonen um Plovdiv den Investoren besonders gute Bedingungen für die Entwicklung ihrer Geschäfte und gute steuerliche Präferenzen bieten. Das Wachstum des durchschnittlichen Arbeitslohns ist anhaltend und der Region gelingt es, Industrieteilnehmer mit höherem Mehrwert und technologische Unternehmen aus Europa und weltweit anzuziehen.

Unter den Hauptthemen während der Diskussion waren der Mangel an Fachkräften, der Aufbau der notwendigen Infrastruktur sowie die Beziehung und die Zusammenarbeit mit den Behörden. 

Georgi Stoev von Industry Watch betonte, dass er nicht daran glaubt, dass auf dem Arbeitsmarkt Fachkräfte fehlen – dieser Mangel werde unter bestimmten Vergütungsniveaus schnell zu überweinden sein. Stoev kommentierte auch, dass sich die Lohnkosten der Arbeitskräfte in Plovdiv am schnellsten unter den Großstädten in Bulgarien entwickeln: etwa 8% auf Jahresbasis. 

Zlatan Kitanov von Würth Elektronik IBE BG bezeichnete als Hauptherausforderung das Finden von technisch gebildeten Fachkräften, sowie Personal mit verwaltungsorientierter Qualifikation. Krasen Krastev von Mecalit Bulgaria erwähnte auch das Problem mit mangelnden theoretischen Erfahrungen unter den jungen Leuten. Seine Bewertung vorhandener Praxiserfahrungen bei allen Bewerbern um eine Arbeitsstelle liegt bei weniger als 1-2 %. Kiril Hristov, Exekutivdirektor von Juri Gagarin stimmte der Meinung von Georgi Stoev zu, dass das Problem nicht genau am Mangel von Fachkräften liegt, sondern in den Arbeitsbedingungen und im Finden der passenden Fachleute und bestätigte, dass sein Unternehmen in diesem Jahr die Vergütungen um 8% erhöhen wird.

Martin Dragoev von Galaxy Investment Group erwähnte das Thema über die Industriezonen, die den Investoren mühelosen und erleichterten Start ihres Produktionsstandortes in der Region schaffen. Dragoev stellte ein neues Projekt vor – den Industriepark Markovo, das Plodiv in Richtung Süden entwickeln wird. Das Projekt gibt den potenziellen Investoren die Möglichkeit Grundstücke kaufen, zu denen bereits ein problemloser Zugang besteht, so dass die Investitionen sofort starten können. 

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